Diese besonderen Momente des Beginnens haben wir versucht, in Bildern und Videos erfahrbar werden zu lassen. Die Musik der estnischen Künstler Mari Kalkun und der Gruppe „Puuluup“ tat ihr Übriges dazu.

Wir wählten bewusst bildreiche und offenlassende Worte, die die Atmosphäre und Stimmung andeuten, die wir an diesem Ort erleben.

Wir sind immer noch am Anfang. Doch unsere Träume und Visionen gewinnen zunehmend an Gestalt. Unsere Pläne werden konkreter und der Prozess der Entwicklung des Ortes bewusster.

Das Wichtigste bleibt jedoch für uns, auf unsere Intuitionen zu lauschen und ihnen zu vertrauen. Dieses intuitive Handeln entsteht in der Begegnung mit den Gegebenheiten des Ortes und den beteiligten Menschen.

Wir haben den folgenden Punkten Fragen vorangestellt, die ein interessierter Besucher unserer Webseite haben könnte und die wir ihm kurz und bündig beantworten wollen.

 

Beatrix und Christian Wittekindt, Werder/Havel

Beatrix

Mutter zweier erwachsener Kinder;
Diplomingenieurin im Maschinenbau;
Waldorfklassenlehrerin seit 2008 in Werder (bei Potsdam)

Christian

Vater von vier erwachsenen Kindern;
Seit 30 Jahren Gärtner (Biologisch-dynamisch)- insgesamt 10 Jahre in der Sozialtherapie und 5 Jahre davon als Betriebsleiter des gärtnerischen Teils eines bio-dynamischen Hofes in Schleswig-Holstein;
Seit 20 Jahren Waldorflehrer im Gartenbau in Elmshorn (bei Hamburg) und Kleinmachnow (bei Berlin);
Weiterbildungen in Permakultur, Heilpflanzenkunde und Landschaftstherapie;

Gemeinsame Fortbildungen in „Intuitiver Pädagogik“ und Organisation von Seminaren im Berliner Raum.

 

Ein großer Dank

Den „ Türöffnern“ nach Estland und Hiiumaa: Mari Kalkun, Marget und Sulev, Pirjo und Kari, unseren Nachbarn Mati, Veronika, Maarja, Ado und Lia

Katharina, Karin und Thomas, die uns auf diesem Weg zum Hofprojekt auf diesem Weg intensiv beraten haben

An die Menschen, die uns das Geld übergangsweise geliehen haben, um den Hof zu kaufen

Unseren Kinder und deren FreundInnen, die uns ermutigt haben, für uns ungewohnte Wege des gemeinsamen Aufbaus zu gehen und die uns tatkräftig geholfen haben: Sonja und Tim, Simon und Marcella, Jakob, Jonas, Johanna und Martin, Bini

An Birk, der so viel mit uns geplant und handwerklich angeleitet hat : )

Den Gestalterinnen unserer Einladungen Jenni und Julia

Für Videos, Übersetzungen, die Webseite und vieles mehr: Maarja : )

Unseren FreundInnen, die letzten Sommer kamen um mitzuarbeiten- und die uns halfen, diesem Ort durch ihre Wahrnehmungen tiefer zu begegnen: Susanne, Kornelia, Christian und Norbert.

Und allen Ungenannten und versehentlich Vergessenen…

Ganz besonders wollen wir einen tiefen Dank aussprechen den nicht-menschlichen Wesen des Himmels und der Erde – estnisch: taevas ja maa-, von denen wir uns unterstützt und getragen fühlen.

 

Der wichtigste Grund für uns ist das tiefe Gefühl der unmittelbaren Verbundenheit zu diesem Land, den Menschen, ihrer Kultur, der Natur und der Landschaft, als wir es vor drei Jahren kennenlernten.

Und außerdem:

~ Erleben wir Offenheit für Zukünftiges in jeder Hinsicht:
in der Landschaft und der Kultur, bei vielen Menschen, auch bei den Behörden

~ Mit „low budget“ ist viel zu bewegen und möglich:
Auch mit unserem geringen Startkapital konnten wir den Hof mit seinen 11 ha erwerben

~ Das Baltikum war uns vollkommen unbekannt und schien weit weg. Jetzt rückt es immer näher – und was sind schon 1600 km von Berlin aus?

~ Vielerorts sind noch wilde Natur, seltene Pflanzen und Tiere, und heilige natürliche Orte zu erleben. Das Land ist mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern sehr dünn besiedelt – davon 500.000 in Tallinn!

~ Andererseits strahlt dieses Land eine skandinavische Modernität aus (in der Digitalisierung als Beispiel) und es hat eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung und günstigen öffentlichen Nahverkehr.

Die Grundlage bildet der Aufbau eines kleinen Gärtnerhofs (Gesamtfläche rund 11 ha) mit einem 3000 m² großen Gemüsegarten, Streuobstwiesen, Obst- und Wildrosenhecken und dem Anbau von Heil- und Gewürzkräutern. Der Wald und die weiten Wiesen ergänzen die zentral genutzte Zone um die Hofstelle.

Beim Wiederaufbau des Hofes ist uns die Verbindung von traditionellen Holzbauweisen mit moderner Anwendung von Lehm und Strohlehm wichtig. Zukunftsweisend soll es sein!: leicht selbst zu erstellen, günstig und mit lokalen Baustoffen, energieeffizient und baubiologisch vertretbar – und künstlerisch-ästhetisch!

Auch in der Energieversorgung und der Wasser/Grauwassernutzung wollen wir nachhaltige lokale Traditionen in Verbindung mit modernen Ansätzen umsetzen.

Wichtig ist uns, künstlerisch-handwerkliche Impulse bei der Gestaltung des Hofes zu setzen, die das Gelände bereichern- zum Beispiel durch eine Windharfe, Holzskulpturen, aber auch durch eine lebendige Wegeführung.

Auf dieser allmählich entstehenden Basis wollen wir einen Gästebetrieb aufbauen, der sich von April bis Ende September erstreckt und verschiedene Zielgruppen – zeitlich abgestimmt – ansprechen soll: von erholungssuchenden Familien, SchülerInnen für ein Landwirtschaftspraktikum bis hin zu einzelnen Gästen: Kräuterfreaks und VogelliebhaberInnen, erholungssuchenden Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft -am liebsten eine bunte internationale Mischung!
Was bieten wir?

~ Einfaches Leben und Einfachheit erleben: In „tiny houses“ – maximal sieben kleinen transportablen Hütten oder Wägen (16- 20 m²) – Raum für Zelte oder Caravan;

~ Kompostklo und Solardusche

~ Stille und Möglichkeiten der Besinnung auf das Wesentliche und die eigenen Kraftquellen

~ Sinnvolles und vielfältiges Tun:
die Mitarbeit im Garten und bei der Verarbeitung der Kräuter, begleitetes Wandern und Erleben der Landschaft; künstlerische und handwerkliche Aktivitäten: Malen, Plastizieren, Holzbearbeitung- und Steinhauen, Wolle kardieren und färben, Einmachen, Heilmittel selber herstellen (Essenzen, Öle…) und vieles mehr.

~ Viel Raum zum Spielen und Entdecken

~ Wundervolle einsame Strände, Wälder und vielfältige Landschaftserlebnisse

~ Seminare und Workshops:

~ Learning by doing – alternative Baukonzepte umsetzen und nebenbei mithelfen beim Aufbau des Hofes

~ Holzskulpturen selber herstellen

~ Intuitive Pädagogik

~ Singen, Body Mind Centering – Kurse, Catienica…

 
Tatgeber / Ideengeber / Geld – und Werkzeuggeber willkommen!


Mit einem Startkapital von 60.000 € haben wir den Kauf von Mägede Talu, den elektrischen Anschluss, die Wiederherstellung des Brunnens und erste Baumaßnahmen ermöglicht. Dabei haben uns zinsfreie Kredite von FreundInnen übergangsweise geholfen.

Der Aufbau des Hofes und der angestrebten Infrastruktur wird in den nächsten Jahren weitere finanzielle Investitionen erfordern. Sie sind durch das Erbringen von Eigenleistungen in Sommercamps und Workshops vergleichsweise gering. Bis auf den Wiederaufbau des ehemaligen Wohnhauses (ca 90 m² Grundfläche) handelt es sich um kleinflächige Nebenbauten (Stall, Sauna, tiny houses), die ohne oder nur mit wenig Hilfe von außen verwirklicht werden können.

Unsere private Initiative ist offen für die Entwicklung von gemeinschaftlichen Arbeits- und Lebensformen, zumal wir als Vertreter der 50 plus-Generation gerne auch dauerhaft mit jüngeren Menschen zusammenarbeiten wollen.

Auf der Suche nach geeigneten Rechtsformen, die unseren Absichten entsprechen, erwägen wir einen Teil des Projektes in eine Gemeinnützigkeit zu überführen, den Rest als erwerbswirtschaftlichen Betrieb zu führen.

Zinsfreie Kredite sind uns zur Zwischenfinanzierung sehr willkommen!
Andere für uns passende Formen der privaten Unterstützung (beispielsweise Schenk- und Leihgemeinschaften und crowdfunding) wollen wir mit Beratung von ethisch orientierten Banken und anderen Ideengebern finden.

Wir erwägen auch Schulen und Firmen anzubieten, uns in Form von „Erholungsaktien“ eine Vorfinanzierung von Projekten zu ermöglichen, die dann später eingelöst werden können.

Außerdem werden wir uns an Stiftungen wenden.

Es geht uns um ein solidarisches, auf Gegenseitigkeit beruhendes Wirtschaften!
Wir streben an, allen interessierten Menschen unabhängig von ihrem Geldbeutel den Aufenthalt bei uns zu ermöglichen.